
„Eisverkäufer im Sommer und Bonbonverkäufer im Winter“ war mein Berufswunsch als Grundschüler.
Der Wunsch, Lehrer zu werden, hat sich erst im Laufe meiner Gymnasialzeit entwickelt und gefestigt.
Dabei hat sich bei mir ein Satz von Romano Guardini eingeprägt:
„Der Erzieher(Lehrer) wirkt erstens durch sein Wort, zweitens durch sein Tun und drittens durch das Sein“. Jugendlichen etwas mit auf den Weg zu geben und Ihnen ein Vorbild und Begleiter zu sein, das war meine Idealvorstellung.
Nach dem Studium der Wirtschaftspädagogik und der Katholischen Theologie in München, zwei Jahren Referendariat in München und Mindelheim und einem Jahr in Neuburg an der Wirtschaftsschule unterrichte ich nun seit 1991 in Pfaffenhofen an der Berufsschule.
Ist etwas von dem Ideal des Lehrerberufs geblieben?
Natürlich erfährt man relativ bald, dass es wie in jedem Beruf, persönliche Höhen und Tiefen, Schönes und Unschönes gibt.
Die Berufung zum Lehrer erkennt man wahrscheinlich spätestens dann, wenn man die Schüler, die einen manchmal zum Wahnsinn treiben, in all ihrer Menschlichkeit als Person trotzdem schätzt und mag.
„Warum gerade Wirtschaft und Religion?“, werde ich manchmal gefragt.
“ Die Menschen brauchen ein wenig Logik und ein wenig Moral!“, hat einst Charles de Secondat gesagt.
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